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Einleitung

Ich arbeite seit November 2007 als Tagesmutti. Für diese verantwortungsvolle Tätigkeit erhielt ich die Zulassung vom Jugendamt. Im September 2010 habe ich die Ausbildung zur qualifizierten Tagespflegeperson erfolgreich abgeschlossen.

Die ersten drei Lebensjahre sind eine besonders wichtige Zeit für die Entwicklung unserer Kinder, da in dieser Zeit die Grundsteine für die Lern- und Beziehungsfähigkeit gelegt werden. Durch Ausprobieren und Nachahmen lernen sie die Welt zu begreifen.
Dafür benötigen Sie vor allem eine sichere Bindungsbeziehung, die ihnen Geborgenheit und Sicherheit bietet und die in der Tagespflege nur durch eine erfolgreiche Eingewöhnung gewährleistet werden kann. Daher lege ich auf eine individuelle Eingewöhnung, die sich an den Bedürfnissen des einzelnen Kindes orientiert, großen Wert.

Mein Hauptanliegen ist die Betreuung in familiärer, harmonischer und liebevoller Atmosphäre, in der die Kinder sich wohl und geborgen fühlen. Ich bin für die mir anvertrauten Kinder jederzeit ansprechbar und verfügbar und unterstütze sie in ihren Wünschen und Bedürfnissen sowie in der Entwicklung ihrer Kommunikationsfähigkeit.

Eine Grundlage meiner Arbeit ist die Beobachtung der Bildungs- und Entwicklungsprozesse der Kinder. Dabei werden Stärken, Schwächen, Ausdrucksformen, Interessen und Entwicklungsschritte jedes Einzelnen erkannt und dokumentiert. Dies ist wichtig für einen ständigen Austausch zwischen mir und den Eltern.

Meine Aufgabe sehe ich unter anderem in der Förderung von sozialem Verhalten, Selbstständigkeit und Selbstachtung sowie gegenseitiger Akzeptanz. Jedes Kind soll sich geborgen fühlen und seine Persönlichkeit entwickeln und ausleben, wobei ich alle Kinder gleich behandele, egal welcher sozialen oder ethischen Herkunft oder welche Hautfarbe.

Die Kinder lernen in den ersten drei Lebensjahren sich zu artikulieren. Da dies durch Nachahmung geschieht, fördere ich sie, indem ich sehr viel mit ihnen rede und singe und mein Tun auch bei den Kleinsten schon sprachlich begleite, z.B. das Wickeln,  An- und Ausziehen usw. Dadurch verbinden sich beim Kind sinnliche Wahrnehmung und der dazugehörige Begriff. Es versteht meine Äußerungen, auch wenn es noch nicht in der Lage ist, die gehörten Begriffe selbst auszusprechen.

Im alltäglichen Beisammensein motiviere ich die Kinder zu gegenseitiger Hilfestellung und Rücksichtnahme und helfe ihnen, Konflikte angemessen zu lösen. Ich unterstütze sie bei der selbstständigen Kontaktaufnahme zu anderen Kindern und beim Knüpfen erster Freundschaften.

Die Kinder genießen bei mir viele Freiheiten, lernen aber auch, dass die Einhaltung bestimmter Regeln für ein harmonisches Zusammenleben notwendig ist.

Rahmenbedingungen

Meine Tagespflegeeinrichtung befindet sich im südwestlichen Randgebiet von Delitzsch.
Am Grundstück entlang verläuft ein Fuß-und Radweg. Ich habe im Kellergeschoss unseres Einfamilienhauses zwei Räume eingerichtet, die 2x 25 qm umfassen und ausschließlich von den Kindern genutzt werden. Sie sind hell, freundlich und den Bedürfnissen der Kinder entsprechend gestaltet und ausgestattet.

Es herrscht stets eine freundliche und liebevolle Atmosphäre. In einem Teil des Gartens befindet sich ein Spielplatz. Das weitere äußere Umfeld ist ländlich, fast ohne Straßenverkehr, mit viel Raum zum freien Spiel und zahlreichen Möglichkeiten, verschiedene Haustiere zu besuchen sowie die Natur mit ihrer Pflanzen-und Tierwelt kennenzulernen.

Eingewöhnung

In der Eingewöhnungsphase sollte das Kind zunächst nur wenige Stunden zu mir kommen und von einer ihm vertrauten Person begleitet werden. In der Regel sind das Mutter oder Vater, aber auch Großeltern können einspringen, falls die Eltern nicht lange genug frei haben und eine gute Bindung zu den Großeltern besteht.

So hat das Kind die nötige Sicherheit, um die ungewohnte Umgebung und mich, sowie die anderen Kinder kennenzulernen. Die Eltern sollten sich eher passiv verhalten, ihr Kind nicht unterhalten („bespielen“), aber auch nicht drängen, sich von ihnen zu entfernen. Es wird selbst beginnen, die neue Umgebung zu erkunden, sobald es dazu bereit ist.

Ich werde versuchen, vorsichtig und ohne das Kind zu bedrängen, über Spielangebote Kontakt zum Kind aufzunehmen. Hilfreich sind dabei Informationen der Eltern über besondere Interessen oder Eigenheiten des Kindes, die unter anderem im Vorgespräch weitergegeben werden können. Aber auch während der Eingewöhnung sind die Gespräche mit den Eltern sehr wichtig, da sie ihr Kind einerseits natürlich am besten kennen und es andererseits auch zu Ängsten und Unsicherheiten bei den Eltern kommen kann, wenn sie ihr Kind in ein ihnen noch unbekanntes Umfeld geben.

Zum Ende der Eingewöhnungsphase können die Eltern ihr Kind ganz normal bei mir abgeben, sollten jedoch noch jederzeit erreichbar sein. Abgeschlossen ist die Eingewöhnung, wenn das Kind mich ebenfalls als sichere Basis akzeptiert hat und sich bei Kummer von mir trösten lässt. Ein Kuscheltier oder ähnliches erleichtert den Kindern die Eingewöhnung und gibt ihnen besonders in der ersten Zeit Halt, da sie es mit dem Zuhause verbinden.
Es gibt keine zeitliche Vorgabe für die Eingewöhnung. Sie ist davon abhängig, wie gut sich das Kind an mich, die anderen Kinder und die neue Umgebung gewöhnt.

Selbständigkeit

In ihrem Streben nach Selbständigkeit unterstütze ich die Kinder, ohne sie jedoch zu überfordern. Was und wieviel ein Kind selbständig tun kann, ist für mich in erster Linie vom individuellen Entwicklungsstand und vom Vertrauen des Kindes in die eigenen Fähigkeiten und nicht allein vom Alter abhängig.

Die Kinder dürfen bei mir vieles allein ausprobieren, natürlich aber nur, soweit sie es selbst wollen und dazu schon in der Lage sind und ich bin selbstverständlich immer dabei, um bei Bedarf zu helfen.
 

 
In Bezug auf die Sauberkeitserziehung ist mir besonders wichtig, dass das Kind entscheidet, wann es soweit ist. Sobald es Interesse an Toilette oder Töpfchen signalisiert, unterstütze ich es natürlich in seinem Bestreben. Bei kleinen Missgeschicken reagiere ich ruhig und gelassen und vermittle dem Kind in dieser Situation Sicherheit und Akzeptanz.

Sehr wichtig für eine positive Entwicklung ist das „Loben“. Auch wenn es scheinbar nur kleine Erfolge sind, richte ich immer ein paar lobende Worte an die Kinder, die ehrlich gemeint sind. Die Kinder spüren ganz genau, ob man dies nur oberflächlich und nebenbei daher sagt, oder ob es von Herzen kommt.

 




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